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Besuch zweier Fachleute der DBE TECHNOLOGY GmbH bei CNPE in China

Besuch bei CNPE (China)

In China wird das nationale Programm zur Endlagerung radioaktiver Abfälle stetig vorangetrieben.

Das erste Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle wurde bereits im Jahr 1999 in Betrieb genommen, ein zweites in 2016. Die Endlager sind nach international anerkanntem Stand von Wissenschaft und Technik ausgelegt. Vor dem Hintergrund der Größe des Landes sowie der erwarteten Abfallmenge sollen weitere regionale Endlager errichtet werden. Dabei wird auch wie in Deutschland die Möglichkeit erwogen, vorhandene Bergwerke umzufunktionieren.

Für hochaktive Abfälle sollen Standorte in Granit und Ton untersucht werden. Im Wirtsgestein Granit wurde bereits ein Untertagelabor errichtet. Eine Region für ein Endlager im Wirtsgestein Ton wird aktuell gesucht. Parallel zur Kenntnisgewinnung über die in China erwogenen über die Wirtsgesteine sollen verschiedene Einlagerungskonzepte sowie entsprechende Materialeigenschaften untersucht werden.

Aufgrund der vorhandenen Erfahrung bei der DBE TECHNOLOGY GmbH wurden zwei Experten vom 30. Oktober bis 2. November von CNPE nach Peking eingeladen, über die Entwicklungen sowie den Stand der Projekte in Deutschland zu berichten. Dabei wurden sowohl die Projekte Morsleben und Konrad mit den wesentlichen Entwicklungen, aber auch den größten Herausforderungen als auch Entwicklungen von Transport- und Einlagerungstechnologien für hochaktive Abfälle beleuchtet. Die intensiven Diskussionen waren für beide Seiten befruchtend. Ein weiterführender Austausch ist entsprechend angedacht.

CNPE (China Nuclear Power Engineering Co., Ltd.) ist 2007 aus dem Zusammenschluss vorhandener Organisationen als Planungs- und Ausführungsbüro für CNNC (China National Nuclear Corporation) hervorgegangen und beschäftigt über 5400 Mitarbeiter in mehr als 70 Spezialgebieten. 2013 etablierte CNPE das "Disposal Centre of Radioactive Waste" für Konzeptentwicklung und F&E Aktivitäten im Rahmen vom nationalen Programm für geologische Endlager.

Der Aufenthalt in Peking wurde auch für Treffen mit dem Engineering Construction Management Center der China National Nuclear Corporation (CNNC) sowie mit BRIUG (Beijing Research Institute of Uranium Geology) genutzt, mit dem bereits eine langjährige Kooperation besteht.

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