Aktualisierung des deutschen Safeguards Konzeptes für verschiedene Wirtsgesteine

Demonstration test for emplacement of a POLLUX® cask

Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Europäischen Atomenergie Gemeinschaft (EURATOM) und der Unterzeichnung des Vertrages zur Nichtverbreitung nuklearer Waffen ist Deutschland verpflichtet, sicherzustellen, dass nukleares Material nur für friedliche Zwecke genutzt wird. Dies soll durch Safeguards Maßnahmen gewährleistet werden, die sicherstellen, dass spaltbares Material nicht zu nicht-friedlichen Zwecken entfernt werden kann und dass die grundlegenden technischen Eigenschaften der Anlagen für die Herstellung, Trennung und sonstige Anwendung von nuklearem Material nachgewiesen werden muss.

Ausgediente Brennelemente gehören zu dem kerntechnischen Material, das durch Safe-guards Maßnahmen überwacht werden muss. Daher müssen die Endlagerkonzepte auch Safeguards-Maßnahmen berücksichtigen. In Deutschland wurde ein Safeguards-Konzept für die Streckenlagerung von POLLUX®-Behältern in Salzgesteinen entwickelt. Allerdings musste zu dieser Zeit noch keine Rückholbarkeit der POLLUX® -Behälter berücksichtigt werden. In den 2010 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit erlassenen "Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle" wird eine Rückholbarkeit der Behälter während der Betriebsphase des Endlagers und eine Bergbarkeit der Behälter während der ersten 500 a nach Verschluss des Endlagers gefordert.

Im Herbst 2014 hat das Forschungszentrum Jülich im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie die DBE TECHNOLOGY GmbH mit dem FuE-Projekt FORBAS be-auftragt, um die Safeguards-Konzepte für die direkte Endlagerung von ausgedienten Brenn-elementen in Salz, Ton und Kristallin zu aktualisieren und optimieren. Weiterhin soll die An-wendbarkeit des Safeguards Konzeptes auf andere Endlagerkonzepte (z.B. die Endlagerung von Transport- und Lagerbehältern in horizontalen Bohrlöchern) betrachtet werden. Dies soll auf einer Analyse von Safeguards-Entwicklungen für nationale und internationale Endlager-projekte basieren. Weiterhin sollen die Auswirkungen der Rückholbarkeit und Bergbarkeit der Behälter auf das Safeguards-Konzept und die sich daraus ergebenden Anforderungen für verschiedene Endlagerkonzepte und Wirtsgesteine analysiert werden. 

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